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Issa – Die letzten Tage meines Vaters

Die Frühlingsblumen, als Sinnbild der Unbeständigkeit, geben dem Wind nach und lassen ihre Blütenblätter zu Boden flattern, und der Herbstmond unserer Welt der Illusionen verschwindet, sobald sich Wolken ihm zugesellen. Genau das gleiche trifft auch auf den Menschen zu… Das ist der Lauf der Welt’

2016-04-26 15.22.29

Issa – Die letzten Tage meines Vaters ist das eindrückliche Zeugnis einer Vater-Sohn-Beziehung im Japan des beginnenden 19.Jahrhunderts. Mit klarer und zugleich berührend poetischer Sprache werden in einer Art Tagebuch die inneren Momente und Gefühle beschrieben, die den Bauern-Dichter Issa bei seiner tiefen Sorge um seinen totkranken Vater und in der heftigen Auseinandersetzung mit Stiefmutter und Stiefbruder bewegt haben.

Der deutsche Japanologe Wilhelm Gundert schreibt über den Verfasser: „Er bleibt zeitlebens der ehrliche Bauer von echtem Schrot und Korn, der die Wechselfälle eines schweren Schicksals mit kindlicher Heftigkeit erlebt, bald in flammender Entrüstung, bald in mitfühlender Liebe oder herzlichem Lachen.“

(Wilhelm Gundert, Die japanische Literatur 1929)

Das in deutscher Übertragung vorliegende ‚Sterbetagebuch’ Issas (1763-1827)

ist 1985 bei der Dietrich’schen Verlagsbuchhandlung Mainz erschienen.