Anfänge der Reformation in HessenIMG_4876 

Vortrags- und Gesprächsabend im Antiquariat Buchbasalt am 26.8.2026

Anlässlich des Jubiläums ‚500 Jahre Homberger Synode‘ gab der Historiker Dr. Dirk Richhardt im Alsfelder Antiquariat Buchbasalt einen informativen und unterhaltsamen Einblick in die Zeit der Anfänge der Reformation in Hessen.

Dr. Richhardt, der Vorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde ist, betonte zu Beginn, dass ‚Reformation‘ im Sinne einer ‚ständigen Erneuerung, um dem Wort Gottes gerecht zu werden‘, schon seit den Kirchenvätern zum Wesen der christlichen Kirche gehört habe. Und so habe es auch vor der Zeit Luthers immer schon entsprechende ‚reformatorische‘ Strömungen in der Geschichte gegeben. Als Beispiel nannte er u.a. die franziskanische Armutsbewegung zu Beginn des 13. Jahrhunderts, deren herausragende Persönlichkeit in Hessen die Heilige Elisabeth von Thüringen gewesen sei. Im Mittelpunkt des mit entsprechenden Bildern unterstützten Impulsvortrags des Referenten stand die Person Philipps des I. von Hessen, genannt der Großmütige, und seine entscheidende Rolle bei der frühen und konsequenten Umsetzung reformatorischer Ideen Luthers in Hessen. Dabei beleuchtete Dr. Richhardt kompetent und unterhaltsam die Hintergründe, die Bedeutung und Wirkung der sogenannten ‚Homberger Synode‘ im Oktober 1526, zu welcher der vom Reichstag in Speyer zurückkehrende erst 22 Jahre alte Landgraf eingeladen hatte und in deren Folge Hessen zu einem der wichtigsten Zugpferde der Reformation geworden ist.

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In einem anschließenden Gespräch wurden Fragen der Teilnehmenden in lockerer Atmossphäre diskutiert, wobei Dr. Richhardt sowohl mit seinem umfassenden, detaillierten Wissen, als auch mit seiner humorvollen Art zu beeindrucken wusste.

 

 

 

 

Written by Aegidius